Befragung von 600 Schülern
Steinbeis-Schule will pädagogisches Konzept verbessern
Die BA-Studentin Anja Hilzinger (links) und  Fachleiter Erwin Bisser (rechts) konnten Jennifer Wagner (Mitte) den Hauptpreis für die Teilnahme an einer groß angelegten Befragung über den Verbleib ehemaliger Schüler des Berufsvorbereitungsjahres überreichen.

Große Anstrengungen unternehmen die Lehrer der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule seit Jahren, um die Schüler des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) für eine Ausbildung zu befähigen. Wie viele Jugendliche aber erhalten nach Abschluss des BVJs tatsächlich eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle? Darüber liegen landesweit an keiner Schule verlässliche Zahlen vor. Das bedeutet, dass keine Schule objektiv ermessen kann, inwieweit ihre Arbeit erfolgreich ist.

Mit ihrem Konzept des sozialen Lernens, der Gewaltprävention und der Jobwegeplanung haben sich die Steinbeis-Pädagogen zwar landesweit einen Namen gemacht, wollen aber nun wissen, ob die enormen Anstrengungen auch tatsächlich Erfolg zeigen. Dazu haben der zuständige Fachleiter Erwin Bisser und die Jugendberufshelferin Conny Gottschalk die BA-Studentin für Sozialpädagogik, Anja Hilzinger, beauftragt, im Rahmen ihrer Diplomarbeit die letzten fünf Jahrgänge des Berufsvorbereitungsjahres schriftlich über ihren beruflichen Werdegang und über ihre Schulerfahrungen zu befragen. Dazu mussten knapp 600 ehemalige Schüler der Steinbeis-Schule und der Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen Tuttlingen angeschrieben werden. „Mit dieser aufwändigen Umfrage, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert und von Prof. Brungs von der BA Villingen-Schwenningen wissenschaftlich begleitet wird, wollen wir die Qualität und damit die Wirksamkeit der berufsvorbereitenden Maßnahmen messen“, erläuterte Anja Hilzinger.

Die schriftliche Befragung der ehemaligen Schülerinnen und Schüler hatte eine Rücklaufquote von 30% ergeben. Als Belohnung wurde unter allen Einsendungen Gutscheine im Gesamtwert von 300 € verlost. Den Hauptpreis hat Jennifer Wagner gewonnen.

Die Umfragebogen der Verbleibsstudie werden in den nächsten Wochen und Monaten ausgewertet. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden dann neue Maßnahmen ergriffen und Bewährtes gesichert. Damit sollen die Chancen der jungen Menschen auf Integration in den Arbeitsmarkt erhöht werden.

 „Diese Aktion ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Unterrichtsqualität, ein Thema, das in den kommenden Jahren an unserer Schule stark an Bedeutung gewinnen wird. Sorgen machen uns allerdings die Schüler, die weit entfernt von einem Hauptschulabschluss und damit einer Ausbildungsstelle sind“, so Dr. Jürgen Schröder, Schulleiter der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule.


 
Text und Bilder : H.Hils
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