Schüler bauen Solar-Tankstelle
Schüler vor dem Computer und dem 3D-Drucker: 
Patrick Rullmann, Victor Gibson, 
Simon Sum mit dem Modell, 
Dominik Kalina und Kevin Radli (von links) Foto: wdb

Eine mobile Solar-Tankstelle entwickeln derzeit neun Schüler des Technischen Gymnasiums an der Tuttlinger Steinbeis-Schule.

Tuttlingen – Es war bei der Ausbildungsbörse, als die Steinbeis-Schule auf dem Hochschulcampus ihre „Wheelies“ vorgestellt hat, die (mit einem Bausatz) selbst gemachten Einachser. Elektrisch angetrieben, daher von einem Stromanschluss abhängig, wenn man länger damit fahren will.

Und so kamen einige Schüler der elften und zwölften Klasse, angeleitet von ihrem Lehrer Dietmar Marcinski, auf die Idee: Wir bauen eine Elektro-Tankstelle, um von der Steckdose unabhängig zu werden. Und weil es die Energie von oben kostenlos gibt, eine Solar-Tankstelle.

Eine gute Idee. Das fanden auch die Verantwortlichen der Baden-Württemberg-Stiftung und ihres Programms „mikromakro“. Sie nahmen die Tuttlinger in ihr Programm auf und unterstützen sie finanziell mit 8000 Euro.

Am Anfang steht die Theorie. Elemente wie die Regelungstechnik hat Marcinski auch in den normalen Unterricht eingebaut. Inzwischen sind die Planungen konkret – am Computer. Das Modell des Gestells für die Tankstelle haben die Schüler am 3D-Drucker modelliert . Der nächste Schritt: Die Baumaterialien müssen besorgt werden, dann die aufwändige Technik der Akkumulatoren, die Sonnensegel. Vier Stunden in der Woche müssen sie in das Projekt investieren, einen Teil davon aus ihrer Freizeit. Aber ganz offensichtlich haben die Schüler Spaß an ihrem Tun.

Das Ziel ist klar definiert: Zur internationalen Erfindermesse „IENA“ in Nürnberg wollen sie fertig sein und dort ihre Solar-Tankstelle am Stand von „mikromakro“ präsentieren.

Die ist von 1. bis 4. November in Nürnberg. Sie haben also noch eine Menge zu tun.

 
Text und Bilder :  Wochenblatt, 15.05.2012 (http://www.diewoche.org)
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