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Datum: 23.07.2021

Dank Zusatzunterricht fit für die Zusatzqualifikation

Corona? Hält uns nicht auf! Das dachten sich die Prüflinge an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Tuttlingen, die in der dreitägigen Prüfung vom 14. bis 16. Juli 2021 die Zusatzqualifikation zur Elektrofachkraft für Metallberufe erwarben. Diese Qualifikation ist gleichwertig zu einer Industrieelektronikerausbildung, entspricht also einer zweiten Berufsausbildung. Nach nunmehr vier Durchläufen kann die Steinbeisschule stolz bilanzieren: Die Ausbildung zur Elektrofachkraft ist ein voller Erfolg.

Zusatzqualifikation zur Elektrofachkraft für Metallberufe

Diese einmalige Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, haben ausschließlich Schülerinnen und Schüler der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, genauer gesagt der Fachschule für Technik und der Metallberufe der Berufsschule. Die IHK-geprüfte Ausbildung startet zu Beginn des zweiten Jahres der Metallausbildung (Berufsschule), die Abschlussprüfung findet dann im 3. Lehrjahr im Sommer statt. Die Techniker absolvieren die Zusatzqualifikation parallel zu den zwei Schuljahren in der Fachschule für Technik. 28 hatten die Zusatzqualifikation im Schuljahr 2019/2020 begonnen, 17 legten nun die Prüfung ab. Dabei waren diese 17 Schülerinnen und Schüler bereits vor der Prüfung Gewinner: Allein der Antritt zur Prüfung zeugt von jeder Menge Selbstdisziplin und einer gehörigen Portion Freude an Physik und Elektrotechnik.

Doch die Corona-Pandemie meinte es nicht unbedingt gut mit diesem Jahrgang. Gleich zweimal war die Schule mehrere Monate geschlossen. Wie sollten unter diesen Umständen die Prüflinge bitte ausreichend auf die Prüfung vorbereitet werden? Ganz einfach: Die technischen Lehrer Frank Ziegler und Marc Ackermann opferten einige Tage in den Pfingstferien und bereiteten den diesjährigen Jahrgang noch rechtzeitig auf die Prüfung vor.

Bei bestandener Prüfung haben die Absolventen eine vollwertige Ausbildung und dürfen nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft alle elektrischen Tätigkeiten ausführen. Die Elektrofachkraft ist befugt, elektrotechnische Geräte, Anlagen und Maschinen aufzubauen, zu warten, zu reparieren und zu ändern und zudem Maschinensteuerungen zu programmieren.

Am Mittwoch, 14. Juli, stand zunächst die theoretische Prüfung auf dem Plan. Am Donnerstag und Freitag, 15. bzw. 16. Juli, waren die Prüflinge nach einem weiteren schriftlichen Teil dann vor allem praktisch gefordert. Ein praktischer Prüfungsauftrag musste bearbeitet werden, der Prüfling anschließend den Fragen der Prüfer im Fachgespräch standhalten. Am Schluss der Prüfung wurde es dann so richtig spannend. Die Inbetriebnahme der aufgebauten Anlage sollte den krönenden Abschluss darstellen, was zum Glück meistens auch der Fall war.

Wir gratulieren den Absolventen der diesjährigen Abschlussprüfung zur bestandenen Prüfung.

Autor/in: MICHA PFITZER