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Innolab BS

"Mutig sein!" - Weg vom klassischen Unterricht hin zum eigenverantwortlichen, selbstorganisierten und kompetenzorientierten Lernen!

innolabBS – Ein Innovationsprojekt an Beruflichen Schulen

Wirtschaft und Gesellschaft stehen vor einem umfassenden Transformationsprozess. Zur Weiterentwicklung der beruflichen Schulen im Rahmenkonzept der operativ eigenständigen Schule (OES) hat das Kultusministerium daher im Schuljahr 2024/25 das Innovationsprojekt „innolabBS“ auf den Weg gebracht.

In 50 Projekten entwickeln und erproben die beruflichen Schulen in drei Jahren neue Ansätze, um die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. Gleichzeitig wird der systemische Entwicklungsprozess der beruflichen Schulen in Baden-Württemberg insgesamt beschleunigt und mit starken Impulsen versehen.

Thematisch geht es um neue Unterrichtskonzepte im Umgang mit der Heterogenität, den Einsatz innovativer Technologien im Unterricht sowie um Maßnahmen zur Stärkung der Integrationsleistung, Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

innolabBS an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule

Hauptziel ist es in den beiden beruflichen Weiterbildungsgängen des Einjährigen beruflichen Berufskollegs Technik und der Fachschule für Technik ein innovatives Lernsetting zu entwickeln, welches die zukünftige Kompetenzen (Future Skills), die Eigenverantwortung und die Agilität der Schülerinnen und Schüler stärker in Fokus nimmt.

Video zum innolabBS an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule

Schaffung neuer Lern- und Freiräume

  • Das innovative Lernsetting geht weg vom klassischen Fachunterricht mit geringen Freiheitsgraden hin zum individualisierten Lernen, welches den Schülerinnen und Schülern Entscheidungsfreiheit hinsichtlich Lerntempo, Zeitmanagement, Einsatz von Methoden und Techniken, Wahl des Lernortes und Teamzugehörigkeit gibt.
  • Das Raumkonzept der Schule bietet somit vielfältige Arbeits- und Aufenthaltsräume, welche ganztägig für die Schülerschaft zugänglich sind. Diese sind unterteilt in die Bereiche „Schüler-Lounge“ (für Stillarbeit und Pausen), „Ideen-Lounge“ (für Team- und Einzelarbeit mit technischer Ausstattung), den Projektraum (Makerspace), den Innenhof (für Still- und Einzelarbeit) sowie den schuleigenen Fitnessraum.
  • Der klassische Präsenzunterricht wird mit Phasen des Online-Lernens (Blended Learning) im Rahmen von Zusatzqualifikationen, Intensivkursen, Projektarbeiten, SOL-Lernphasen u.a. ergänzt. Der Pflichtunterricht wird komplett in Präsenz durchgeführt und durch Onlineformate individuell und kooperativ ergänzt bzw. vertieft. Ein Freiarbeitstag bietet den Schülern die Möglichkeit, selbstgesteuert, eigenverantwortlich und auf unterschiedlichen Niveaus an fachlichen Schwerpunkten zu arbeiten. Der Tagesablauf umfasst feste Strukturpunkte wie Check-in (daily), betreute Arbeitsphasen und Check-out, in denen die Schüler den Einsatz von Methoden wie Design-Thinking und SCRUM zur Problemlösung und Aufgabenbewältigung sowie Projektarbeit üben und damit das agiles Handeln fördert.
  • Auf Basis von gut entwickelten IT-Infrastrukturen an der Ferdinand-vón-Steinbeis-Schule werden virtuelle Lernräume für kollaboratives Arbeiten eingerichtet.
  • Die Schülerinnen und Schüler können partielles und zeitbegrenztes Homeschooling im Rahmen der fächer- und lernortübergreifenden Projekte auf Grundlage der Erkenntnisse von "Deeper Learning" beantragen.

Professionelles Qualitätsmanagement

  • Die formulierten Leitgedanken der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule "Individuelles Lernen", "Digitalisierung", "Nachhaltigkeit" und "Demokratiebildung" werden mit konkreten Anforderungen an die Unterrichtsentwicklung in den einzelnen Fachbereichen verknüpft.
  • Gemeinam werden in den Lehrerteams Materialien und Settings entwickelt.

Regelmäßiges Feedback und Reflexion

  • In regelmäßig stattfindenden Coaching Gesprächen werden sowohl die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler reflektiert als auch Entwicklungsziele vereinbart.
  • Gewünschte Unterstützungs und Fördermaßnahmen werden mit den einzelnen Schülerinnen und Schüler gemeinsam festgelegt. Das gut ausgebaute Unterstützungs- und Förderprogramm der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule kann diese Wünsche abdecken.
  • Multiprofessionelle Teams (Schulsozialberater, Schulseelsorger, Beratungslehrer) unterstüzen flankierend die Fördermöglichkeiten für die einzelnen Schüler.
  • Ergänzend zu den Coaching Gesprächen führen die Schülerinnen und Schüler regelmäßige Peer-Reviews durch. Hier werden Arbeitsprozesse und Ergebnisse regelmäßig reflektiert und ine persönliches Feeback gegeben.

Professionelle Kompetenzentwicklung

  • Schülerinnen und Schüler können anhand von Selbsttests ihren aktuellen Kompetenzstand in Kernfächern überprüfen
  • Kompetenz und Lerntypanalysen an Einführungstagen
  • Erlernen von wichtigen Lern-, Zeitmanagement-, Kreativ- und erlebnisorientierten Methoden
  • Erlebnisorientierte Trainingseinheiten zur Teambildung
  • Einführung in die Handhabung der eingesetzten Lernplattformen sowie der digialten Endgeräte
  • Ausbildungsbegleitende Workshop-Angebote zu Themen wie "Kommunikation", "Projektkompetenz" und "Künstliche Intelligenz" u.a.